Erneut Stromausfall im Bezirksamt

Nach dem Blackout von Donnerstagmorgen schien sich die Lage am Nachmittag des selben Tages langsam zu normaliseren: Der Strom war wieder da, die Rechner wurden hochgefahren – einzig die Telefonanlage war noch nicht wieder betriebsfähig. Es schien, als könnte am nächsten Tag der Besucherbetrieb wieder aufgenommen werden. Doch um 21.50 Uhr gingen dann erneut die Lichter aus. Wieder war die Havarie einem Kurzschluss in der zentralen Verteileranlage des Bezirksamtes in der Fröbelstraße geschuldet. Immerhin verfügten die Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter an den anderen Standorten

Fehlersuche in der Fröbelstraße

des Bezirksamtes noch über elektrisches Licht, in Prenzlauer Berg saß man dagegen völlig im Dunkeln. Und während die Bediensteten der in der Fröbelstraße ansässigen Ämter teilweise bei Kerzenschein der Dinge harrten, die da kommen mochten, versuchten die Techniker der Stark Stromtechnik GmbH erneut, die Ursache für den Crash zu ermitteln. Um 8.30 war der Fehler noch nicht gefunden.
Der Kurzschluss ereignete sich Donnerstag um 21.50 – warum wurde nicht bereits in der Nacht mit der Behe-
bung des Schadens begonnen? Burkhard Riesbeck, Hausmeister in der Fröbelstraße, kennt den Grund:
„Es gibt hier keinen Bereitschaftdienst mehr. Bis

Hausmeister Burkhard Riesbeck: ''Wir brauchen einen Bereitschaftsdienst!''

zur Bildung des Großbezirks Pankow hatten wir hier immer einen Bereitschaftsdienst. Mir der Vereinigung der drei Bezirke Weißensee, Pankow und Prenzlauer Berg wurde der dann abgeschafft. Welche Folgen das haben kann, sieht man ja nun. Man sollte zu der früheren Regelung zurückkehren und mit der Servicefirma eine Bereitschaft vereinbaren, so dass Havarien auch schon in der Nacht behoben werden können“.
Derweilen tagte im Rathaus Pankow ein Krisenstab und suchte nach Wegen, der Stromkrise Herr zu werden. Die Wiedereinführung eines Bereitschafts-Notdienstes stand dabei aber offensichtlich nicht auf dem Programm.

Bürgermeister Köhne: Notstromaggregat für das Bezirksamt.

Bezirksbürgermeister Matthias Köhne zur Prenzlberger Stimme: „Das Wichtigste ist jetzt erst einmal, die Stromversorgung wiederherzustellen. Und dann müssen wird sicherstellen, dass es nicht erneut zu solchen Ausfällen kommt. Daher prüfen wir die Möglichkeit, mit Unterstützung des Technischen Hilfwerkes ein Notstromaggregat aufzustellen.“

 

 

 

 

 

 



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