
Huch, da ist ja noch'n Sportplatz!
Hochbauamtsverantwortliche Delock, Bauleiter Gebhardt (jeweils rechts, hinter den schwarzen Balken)
.
Bauleiter und Hochbauamtsbedienstete haben es ja auch nicht immer leicht: Hier die wunderschönen eigenen Planungen – dort die schnöden, oft gar nicht vorher abzuschätzenden Realitäten.
So auch bei der Sanierung der Wilhelm-vom-Humboldt-Schule.
Nachdem Hochbauamt und Bauleitung in mühevoller Arbeit den Bauablauf koordiniert hatten und nun mit der Erneu-
erung der elektrischen Anlagen des Gebäudekomplexes in der Erich-Weinert-Straße begonnen werden sollte, stellte man plötzlich fest: An den Leitungen, die nun heraus-
gerissen und ersetzt werden müssen, hängt ja nicht nur die Schule, sondern auch der benachbarte Teschsportplatz.
Auf dem – ein Unglück kommt selten allein – unerwarteter-
weise auch noch zwei Vereine ihren Spiel- und Trainingsbetrieb austragen. Dies allerdings erst seit kurzem, also seit rund sechs Jahrzehnten.
Folgerichtig sprach Bauleiter Gebhardt bei der Zusammenkunft von Sportamt, Hochbauamt und den betroffenen Vereinen dann auch von einer neuen Situation, die sich ihm durch diese dazugewonnenen Erkenntnisse nun darbot.
Und da die Überraschung erst einmal verdaut werden musste und niemand gern seine Verdauungsvorgänge in der Öffentlichkeit präsentiert sehen möchte, wurde die Prenzlberger Stimme von den Baukoordinierungs-Koryphäen Delock (Hochbauamt) und Gebhardt (Bauleitung) sicherheitshalber des Raumes verwiesen.
So kann über die Ergebnisse des Krisentreffens nur aus zweiter Hand berichtet werden:
Mit der Erneuerung der elektrischen Anlagen wird am 21. November 2011 begonnen.
Von jenem Tag an wird zumindest ein Teil der Umkleide-
räume des Teschsportplatzes mit einem Notstromgerät versorgt werden, so dass der Spiel- und Trainingsbetrieb bis zum Beginn der Winterpause am 12. Dezember aufrecht-
erhalten werden kann.
Jedoch werden in den „Katakomben““ bereits vorbereitende Arbeiten (Bohrungen etc.) durchgeführt. Bei Wiederauf-
nahme des regulären Spielbetriebes am 3. Februar 2012 soll die Erneuerung der elektrischen Anlagen soweit fortgeschritten sein, dass der Umkleidetrakt wieder voll nutzbar ist.
Die Wasserversorgung wird von den Umbauarbeiten nicht beeinträchtigt.
Für die Wilhelm-von-Humboldt-Schule, die noch über eine zweite Sporthalle verfügt, in der nun der gesamte Sportunterricht ablaufen soll, wird die Möglichkeit geschaffen, in “Notfällen” auf die vom Umbau betroffene Halle auszuweichen. Jene Jugendmannschaft der SG Rotation Prenzlauer Berg, die in der vom Umbau betroffenen Halle ihr Wintertraining absolvieren sollte, wird in Weißensee trainieren können.
Ob der Teschsportplatz mit Beginn der Elektroarbeiten weiterhin beleuchtet wird, konnte am Mittwoch nicht abschließend geklärt werden.
Dass der Platz für den Fall von hereinbrechender Dunkelheit über eine Flutlichtanlage verfügt, wurde von Bauleitung und Hochbauamt mittlerweile zur Kenntnis genommen.
Allerdings konnten beide Institutionen bisher nicht ermitteln, über welche Leitungen die Platzleuchten ihren Strom beziehen. Somit ist auch unklar, ob die Lampen nach dem Abklemmen von Schule und Sportplatz-Umkeideräumen weiterhin Licht spenden werden.
Dass die Baukoordinatoren erst jetzt auf diesen Umstand aufmerksam wurden, liegt möglicherweise daran, dass sie die hohen Masten mit dem Lampenaufsatz für überdimensionierte Duschen gehalten hatten.
Und die Wasserversorgung ist ja von den Umbaumaßnahmen nicht betroffen.
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