„Sehr geehrte Sportfreunde, wie ich soeben erfahren habe, ist die Sporthalle in der Erich-Weinert-Str. 70 ab nächste Woche wegen Sanierungsarbeiten im Schulgebäude gesperrt. Der gesamte Zugang zur Halle, der Umkleidetrakt ist Baustelle und kann nicht betreten werden. Das Kellergeschoß und 1. Etage sind von den Medien abgetrennt.“
Die e-mail, die Jugendleiter Sascha Kummer von der SG Rotation Prenzlauer Berg am Donnerstag Nachmittag vom Schul- und Sportamt Pankow erhalten hatte, erregte ihn heftig: „Nicht nur, dass das Training für einige unsere Kindermannschaften im Winterhalbjahr nun in Frage steht – da auch die Wasser- und Elektroleitungen des Umkleidetraktes
des Teschsportplatzes mit betroffen sind, würde das bedeuten, dass der Spiel- und Trainigsbetrieb von 400 Fußballern der Vereine Rotation und Nordring von jetzt auf gleich eingestellt werden müsste.“ Der Rat, der ihm aus dem Amt zuteil wurde, die Vereine sollten für die Zeit des Umbaus Sanitärcontiner mit Duschen und Umkleideräumen aufstellen lassen, ist für ihn nicht akzeptabel: „Das können wir nicht finanzieren!“
Die Wilhelm-von-Humboldt-Schule, zu der die Turnhalle gehört, wird seit 2010 bei laufendem Betrieb saniert. Eigentlich sollte anzunehmen sein, dass die Bauplanungen dort längerfristig konzipiert werden. Gundula Heuer vom Schul- und Sportamt zur Prenzlberger Stimme: „Tatsächlich waren die Bauarbeiten schon länger bekannt. Doch leider ist die Nachricht darüber in der Immobilienverwaltung des Schulamtes ‚hängengeblieben'“.
Doch nicht nur die späte Information ist für die Betroffenen ärgerlich – auch der Umstand, dass die Schließung ausgerechnet zu einer Zeit veranlasst wird, in der Sportunterricht und Training zunehmend in der Sporthalle stattfinden, ist nicht nachvollziehbar. Das Hochbauamt Pankow, zuständig für die Planung und Koordinierung der Schulsanierung, kann keine Fehler erkennen: „So sind nun einmal die Bauabläufe – die sind von uns nicht immer zu beeinflussen“, so die zuständige Mitarbeiterin des Amtes.
Am Mittwoch wollen nun die von der Hallensperrung betroffenen mit den Vertretern vom Hochbau- sowie dem Schul- und Sportamt über die kaum haltbare Situation beraten. Zumindest für den Spiel- und Trainingsbetrieb der Sportvereine scheint es Hoffnung zu geben. Bezirksstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz zur Prenzlberger Stimme: „Wir werden einen Weg finden, dass der Teschsportplatz während der Bauarbeiten nicht schließen muss.
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Sascha
Nov. 09. 2011
alle fußballer wären wirklich sehr froh, wenn es so kommt, wie es die bezirksstadträtin sagt. um 12:30h ist heute bausitzung und dann werden wir hoffentlich konkretes erfahren.
ärgerlich ist nur, wenn man bisher mit den zuständigen bearbeitern sprach, hörte man immer:
„ich wußte gar nicht, das da auch ne halle ist“ oder „ich wußte gar nicht, wenn die elektroleitungen abgeschaltet werden, dass das auch den restlichen gebäudeteil betrifft“. (mmmh)
schade ist nur, dass scheinbar seit langem baumaßnahmen geplant sind, aber bisher kein vertreter des bezirksamtes mit den betroffenen vereinen auch nur einen informationsaustausch gesucht hat. oder ist es so unbekannt, dass auf dem teschplatz seit über 60 jahren fußball gespielt wird?
zu hoffen bleibt nur, dass sich zukünftig wieder eine kooperative zusammenarbeit mit dem bezirksamt einstellt und betroffene schnell und zügig informiert werden, damit ZEITNAH und GEMEINSAM nach lösungen gesucht werden kann.