Pankow erhält ein weiteres Flüchtlingsheim.
In einer Pressemitteilung des Bezirksamts von heute (Dienstag) heißt es dazu, die Einrichting „wird ab Dezember dieses Jahres 220 Menschen, insbesondere aus den Ländern Syrien, Afghanistan, Irak und Iran eine Heimstatt bieten. Alle diese Menschen haben schlimme Erfahrungen und schmerzhafte Erlebnisse hinter sich. Viele von ihnen haben sich in ihren Heimatländern für Werte menschlichen Miteinanders eingesetzt, die für uns so alltäglich geworden sind, dass wir sie manchmal gar nicht mehr wahrnehmen und gebührend schätzen. Diese Menschen brauchen einen Raum, wo sie auf ihrer langen Reise etwas zur Ruhe kommen können.“
Die Unterkunft, die in einem bisher als Bürogebäude genutztes Haus in der Mühlenstraße entsteht, soll Platz für 220 Menschen bieten. Neben je einer Unterkunft in Weißensee und in Prenzlaur Berg wird dies das dritte Wohnheim sein, dass dann im Bezirk für Asylsuchende zur Verfügung stehen wird.
Flüchtlinge, die nach Berlin kommen, werden vom Senat nach eine bestimmten Schlüssel auf die Bezirke verteilt. Danach müsste Pankow rund 1.000 Plätze zur Verfügung stellen – doch auch mit der neuen Unterkunft werden es im Bezirk wohl nicht viel mehr als 500 sein.
Wie das Bezirksamt weiter mitteilt, arbeitet im Gebiet Pankow Süd bereits eine Plattform, auf der neben verschiedenen Bereichen des Bezirksamts und dem Träger der Einrichtung, das Stadtteilzentrum Pankow und die Volkssolidarität, Kreisverband Pankow, aktiv sind.
Die beiden größten Vermieter dieser Gegend – die Gesobau und die Erste Wohnungsgenossenschaft Berlin-Pankow eG – wurden über das Vorhaben informiert und sind an einer guten Nachbarschaft interessiert. Sie unterstützen daher die Arbeit dieser Plattform.
Weitere engagierte Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Einrichtungen sind willkommen mit ihren Ideen und mit ihrer Tatkraft bei der Integrierung der Neuankömmlinge. Sie können sich gerne bei den Partnern der Plattform melden. Gemeinsam werden wir die Anwohner und andere interessierte Pankower informieren und auf die Ankunft der hilfesuchenden Flüchtlinge vorbereiten.
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Notwendige Offenheit


Ralf-Michael Kania via Facebook
Aug. 24. 2013
Neues vom Masurenplatz
uff
Nov. 06. 2013
uff.
EINmal ein Bürohaus, das zu was gut ist…
Ralf-Michael Kania via Facebook
Nov. 06. 2013
Vis-a vis der Masurenstraße – das erinnert Deutsche doch wohl vielleicht – dieses Mal empathischer – an das Millionen-fache Vertriebenen-Schicksal betroffener Landsleute samt Integration aus seit einem halbem Jahrhundert polnischen und russischen Landesteilen nach dem letzten Weltkrieg? Auch diese – i.d.R. Habenichtse- hatten es recht schwer, von den etablierten Einheimischen aufgenommen zu werden.
Ulf Teichert via Facebook
Nov. 06. 2013
Das erinnert Deutsche hoffentlich auch daran, dass ihre Vorfahren vor genau 75 Jahren (9./10. November 1938) mit landesweiten Pogromen begannen, ihre jüdischen Landsleute nicht nur zu vertreiben, sondern millionenfach zu ermorden.
Ralf-Michael Kania via Facebook
Nov. 06. 2013
Ja – es geht heutzutage um häufig traumatisierte Habenichtse – welcher Abstammung und Nationalität auch immer.