Das Grundstück Malmöer Straße 4 – 5 ist nun verkauft worden. Das teilte Ortrud Wohlwend, Sprecherin der Berliner Stadtmission, der Prenzlberger Stimme mit. Die Identität der Käufer soll erst in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Ortrud Wohlwend: „Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Käufern, die die zu bauenden Wohnungen dann selbst nutzen wollen.“ Auf dem Grundstück befindet die geschichtsträchtige „Gnadenhütte“, ein historisch einmaliges Zeugnis kirchlicher Sozial-und Bildungsarbeit in Prenzlauer Berg. Eine Anwohnerinitiative hatte in den vergangenen Tagen unter anderem mit Mahnwachen gegen den Verkauf des Grundstückes und der dann zu erwartenden Neubebauung protestiert
Der Termin eines Baubeginns steht aber noch in den Sternen. Genau genommen ist es noch nicht einmal sicher, ob überhaupt gebaut werden darf. Wie die Prenzlberger Stimme aus der Pankower Stadtentwick-
lungsbehörde erfuhr, liegt für dieses Grundstück kein Baubegehren mit einem konkreten Vorhaben vor. Dies wäre aber notwendig, um feststellen zu können, ob und in welcher Art eine Neubebauung überhaupt genehmi-
gungsfähig ist. Normalerweise verschaffen sich potentielle Investoren mit einer Vorabfrage erst einmal Gewissheit darüber, ob und in welcher Form ein Grund-
stück überhaupt bebaut werden darf. Zwar gab es laut Stadtmissions-Sprecherin Wohlwend in den 90er Jahren
einmal eine Baugenehmigung, aber die ist längst erloschen. Damals spielten Fragen der übermäßigen Verdichtung in Prenzlauer Berg noch keine wesentlliche Rolle. Vorab wären auch denkmalrechtliche Fragen zu klären. Auch das Maß der Nutzung würde zu prüfen sein.
Die Frage, ob die Stadtmission den Käufern mitgeteilt hat, dass möglicherweise Jahre ins Land gehen können, bevor der erste Spatenstich getätigt werden kann, beant-
wortete Ortrud Wohlwend so: „Das sind alles erwachsene Menschen.“
Schneller als mit der Erteilung neuen Baurechts wird es wohl mit der Schließung des Trödelladens in der „Gnadenhütte „gehen: Der soll „zeitnah“ dichtmachen. Die Anwohnerinitiative Malmöer Straße, die gegen Abriß und Neubebauung protestiert hatte, hat unterdessen zu einer Kiezversammlung eingeladen. Ein Vertreter der Stadtmission, so deren Sprecherin Ortrud Wohlwend, werde „wahrscheinlich“ anwesend sein.
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