Verwirrendes vom Spielplatz (Französisch Buchholz)


 

Nein, so richtig neu ist die Kletterbrückenburg auf dem Spielplatz zwischen der Arnoux- und der Cunistraße in Französisch Buchholz wirklich nicht mehr. Aber dass sie so „marode“ ist, dass sie nun zum Beginn der Spielplatzsaison unbedingt herausgerissen werden muss, glaubt hier eigentlich niemand.
 
Mitte April, so erzählen Anwohner, seien ein paar Leute von Bezirksamt am Spielplatz gewesen, hätten miteinander diskutiert und wären dann wieder abgezogen. Am 19. April ließ das Bezirksamt Pankow dann verlauten:

„(…)In Französisch Buchholz wird die große marode Spielanlage aus Holz ab Anfang Mai 2017 abgerissen. Da die Mittel nicht gleich für eine vollständige Neuausstattung der Fläche ausreichen, werden vorerst zwei kleinere neue Geräte aufgebaut. In den folgenden Jahren werden diese dann, in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln, mit weiteren Spielmöglichkeiten ergänzt. „

Was soll das?, fragen sich nun viele Eltern in der Umgegend. Warum wird so ein Umbau ausgerechnet Frühjahr in Angriff genommen?

Janin Bergmann, deren Kinder fast jeden Tag auf dem Sandplatz mit der hölzernen Kletterburg spielen, erzählt, dass der Platz tägich von mehreren Kitagruppen genutzt wird. Auch die Hortkinder der nahegelegenen Schule verbringen hier ab Mai wieder ihre Nachmittage. Wenn der Platz nun wegen Umbauten schließt, wo sollen die dann hin?
 

Stadtrat weiß nicht so richtig Bescheid – Grünflächenamt nicht erreichbar

Eine andere Mutter glaubt nicht an die Dringlichkeit des Umbaus: „Wenn die Klettergeräte tatsächlich so marode wären, dass sie eine Gefahr für die Kinder darstellen, wären sie doch gar nicht mehr frei zugänglich.“ Außerdem sei es eine Geldverschwendung, erst provisorische Geräte anzuschaffen, wenn dann doch wieder ein großes Klettergerät aufgebaut werden soll.

Eine Anfrage an den zuständigen Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn bringt keine wirkliche Aufklärung. Ja, bestätigt der Stadtrat, die Klettergeräte seien erneuerungsbedürftig, und nein, eine unmittelbare Gefährdung der dort spielenden Kinder sei nicht gegeben: In einem solchen Fall hätte man den Platz – oder zumindest die Spielgeräte – sofort gesperrt.
Warum mit einem Austausch der Spielgeräte dann nicht wenigsten bis zum Herbst gewartet wird, weiß er bei dem Gespräch mit der Prenzlberger Stimme auch nicht zu sagen. Er empfiehlt aber, dass sich die Betroffenen mit dem Grünflächenamt in Verbindung setzen, „um ihre Ideen für den Spielplatz einzubringen.“
 
Zumindest per Telefon könnte das etwas schwierig werden.

Die Prenzlberger Stimme – die zwar keine Ideen einbringen, dafür aber ein paar Fragen loswerden wollte – bekam in der nun abgelaufenen Woche niemand vom Grünflächenamt an den Apparat.

 


 



Kommentar zu “Verwirrendes vom Spielplatz (Französisch Buchholz)”

  1. Also diesen Bericht vom Bezirksamt hätte ich gerne mal gesehen. Über die Brücken könnten Erwachsene im Gleichschritt maschieren ohne das da was passiert.
    Ja es mussten hier und da einige Bretter und 2 Querbalken erneuert werden. Und Schrauben neu versenkt. Das ist alles.
    Liebe Leute vom Bezirksamt, das ist keine Sturmbahn wo täglich 100 Soldaten rüber müssen.
    Also Geld in die Hand zum reparieren und nicht um provisorische Gerüste dort hinstellen. Denn wie sagt ein Sprichwort“ Nichts steht länger als ein Provisorium „.

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