Das müssen ziemlich lange Köpfe gewesen sein….
Nachdem Spökenkieker (hochdeutsch: Meinungsforscher) aller Couleur ein “Kopf-an-Kopf-Rennen” des Mandatsinhabers Stefan Liebich (Linke) mit dem SPD-Kandidaten Klaus Mindrup weissagten und die Medien es fleißig nachplapperten, kam am Wahlabend dann die reale politische Stimmungslage zu Ihrem Recht.
Bereits gut zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale – für Pankower Verhältnisse eine geradezu sensationell kurze Zeitspanne – kursierten auf den Wahlpartys bereit die ersten Zwischenergebnisse.
Und die zeigten: Stefan Liebich liegt deutlich vorn, gefolgt von Lars Zimmermann (CDU). Und erst ahinter – abgeschlagen auf Platz 3 – Klaus Mindrup. Platz 4 belegte Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grünen).d
Nach dem vorlirgenden vorläufigen Enderergebnis erreichte Stefan Liebich mit 28,3 Prozent fast soviel Stimmenanteile, wie bei der Bundestagswahl 2009 (28,8). Das Ergebnis seiner Partei (25,2) übertraf Liebich deutlich.
CDU überraschend stark – SPD stürzt ab
Auch der Zweitplatzierte Lars Zimermann (23,9) von der CDU konnte mehr Stimmen auf sich ziehen, als die Partei (23,5), ebenso der als Vierter über die Ziellinie gegangene bündnisgrüne Andreas Otto (14,7 – 14,1)
Allein der SPD-Kandidat Klaus Mindrup (21,0) lag in dieser Gruppe unterhalb des Parteiergebnisses. Sein Vorgänger Wolfgang Thierse konnte bei der Bundestagswahl 2009 noch 27,4 Prozent aller im Wahlkreis abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen und lag damals sagen 9,2 Prozent über dem desaströsen Ergebnis der SPD (18,2).
Neben Stefan Liebich wird trotz seines bescheidenen 3. Platzes auch Klaus Mindrup in den Bundestag einziehen: Seine Partei hatte ihn – offenbar in realistischer Einschätzung seiner Chancen auf ein Direktmandat – auf den sicheren Listenplatz 4 gesetzt.
Für Andreas Otto, der auf dem vierten Platz der bündnisgrünen Landesliste stand, reicht es auf Grund des schlechten Wahlergebnisses seiner Partei nicht für einen Sitz im Bundestag.
Ebenfalls leer geht Lars Zimmermann aus. Er wurde ein “Opfer” des Erfolges der christdemokratischen Direktkandidaten in Berlin. Die CDU hatte ihn auf Platz 9 gesetzt – die Liste zog aber nur bis Platz Acht. Den belegte übrigens der ehemalige Pankower Bezirksverordnete Philipp Lengsfeld. Lengsfeld wurde, nachdem er bei der Pankower CDU-Kandidatenkür Zimmermann unterlag, vom Kresverband Mitte als Direktkandidat aufgestellt.

![]() | Entgegen der sonstigen Gepflogenheiten der Prenzlberger Stimme beibt die Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen. Der Grund: Dieser Artikel nimmt auf den Pankower SPD-Politiker, Mitglied des Berliner Landesvorstandes der SPD und Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup Bezug. | ![]() |
| Mindrup hatte in den Kommentaren eines ihn betreffenden Artikel Behauptungen zu seiner Person als unzutreffend angesehen. Anstatt die ihm gebotenen Möglichkeiten einer Richtigstellung in seinem Sinne zu nutzen, zog er es vor, diese Äußerungen gerichtlich verbieten zu lassen. Näheres über die juristische Attacke des SPD-Politikers gegen die Prenzlberger Stimme ist hier zu lesen ==> | ||
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